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Zur Geschichte der offenen Gartenpforte

Schon 1908 ins Leben gerufen, war der Ursprung der offenen Gartenpforte das britische „National Garden Scheme“ (NGS). Einem Aufruf folgend öffneten schon im ersten Jahr mehr als 600 Gärten ihre Türen und für „a shilling a head“ konnten Besucherinnen und Besucher in die grünen Privatoasen abtauchen. Die Eintrittsgelder kamen dem Aufbau eines Gemeindeschwester-Netzwerkes und der Ausbildung dieser Krankenschwestern zugute.

Später flossen die Spenden- und Eintrittsgelder in viele verschiedene Gesundheitsprojekte im ganzen Land. 2017 konnten erstmals drei Millionen britische Pfund für gute Zwecke gesammelt werden, auch im Coronajahr 2020 sammelte man fast 2,9 Millionen Pfund. Seit 2002 ist HRH Prince Charles Schirmherr des NGS.

In Deutschland verbreitete sich die Aktion seit den frühen 1990er Jahren von Norden aus und inzwischen gibt es offene Gartenpforten in allen Bundesländern. Oftmals ist hier der Eintritt – im Gegensatz zu Großbritannien – allerdings frei. Gleichwohl spenden die Eigentümerinnen und Eigentümer nicht selten Geld, das etwa für Kaffee und Kuchen eingenommen wurde, für karitative Zwecke. Die Koordination übernehmen Privatpersonen, Vereine, Kommunen, Zweckverbände oder auch GaLa-Bau-Unternehmen.

Offene Gartenpforten rund um Leipzig

Seit zehn Jahren gibt es Tage der offenen Gartenpforte auch rund um Leipzig. Rein zufällig starteten parallel im Muldental rund um Grimma, im Partheland rund um Taucha und am Lober rund um Delitzsch diese Initiativen. Aus regelmäßigen Erfahrungsaustauschen ist inzwischen eine feste Kooperation der „offenen Gartenpforten an Lober, Mulde und Parthe“entstanden und seit 2017 informiert eine jährlich herausgegebene gemeinsame Broschüre über Standorte und Charaktere der offenen Gärten. 2021 stößt die Region rund um die Muldestadt Eilenburg zur Kooperation.